Oberthal

Allgemeines
Vorwiegend landwirtschaftlich orientierte Gemeinde mit Einzelhofsystem (also ohne Dorfkern). Beliebtes Ausflugs- und Wandergebiet der Agglomeration Bern.

Lage
Im östliche Teil des Amtes Konolfingen, durchschnittlich 900m ü.M. Hauptzufahrt seit 1871 von Zäziwil. Weitere Zufahrtsmöglichkeiten von Signau, Arni und Grosshöchstetten. Seit Nov. 1990 besteht ein Ortsbus, der Oberthal mit Zäziwil verbindet.

Das Wappen
In Silber über einem Grünen Dreiberg sieben rote, fünfstrahlige Sterne.
Das Wappen informiert über die Gemeinde: Die sieben Sterne geben die Vielzahl von Örtlichkeiten an; Der Dreiberg stellt drei Hügelzüge und die zwei dazwischen liegenden Täler dar. Das Wappen wurde 1931 geschaffen.

Einige Zahlen und Angaben
Grösse:
1044 ha, wovon 294 ha Wald (=28%, welcher sich grösstenteils in Privatbesitz befindet). Oberthal ist flächenmässig die sieben-grösste Gemeinde im Amt.
Strassennetz:
37km Gemeindestrasse, dazu kommen ca. 15km öffentliche Wege privater Eigentümer.
Einwohnerzahl:
Seit 1900 immer zwischen 800 und 900.
Stimmberechtigt:
Im Jahr 1990 total 590 Männer und Frauen.
Haushaltungen:
260 (davon werden 24 vom Postkreis Grosshöchstetten und 14 von Arni aus bedient).
Gebäude:
475 mit einer Versicherungssumme von 126 Mio. Franken.
Durchschnittliche Niederschlagsmenge:
1400mm pro Jahr, nach Angaben der Wetterstation in Grosshöchstetten. September und Oktober sind die niederschlagsärmsten; Juni und Juli die niederschlagsreichsten Monate.

Bedeutende Bürger
Luginbühl Rudolf, 1854 - 1912, Bürger von Oberthal, Professor für Schweizergeschichte an der Universität Basel, Verfasser geschichtlicher Werke.
Tellenbach Karl, 1877 - 1931, Bürger von Oberthal, Hier handelst sich es um den weit bekannten Berner-Witzbold.
Schwarz Fritz, 1887 - 1958, aufgewachsen im ob. Krautberg, Oberthaler Sekundarlehrer in Schwarzenburg, Freiwirtschafter, profilierter Grossrat. Er schrieb folgende Bücher: "Segen und Fluch des Geldes" und "Wenn ich an meine Jugend denke".
Luginbühl Bernhard, geb. 1929, weltbekannter Eisenplastiker und Bildhauer.

Spezielles
Blasenfluh:
mit 1117m ü.M. der höchste Aussichtspunkt Oberthals. Bis vor einigen Jahren fand jeweils eine "Blasenfluh-Chilbi" statt. Im ersten Weltkrieg Bau eines hölzernen Beobachtungs- und Aussichtsturmes, welcher später wieder abgerissen wurde. Sockeln sind noch vorhanden.
Lychleu:
1.6m hohe Granitsäule am Rand der Strasse von Möschberg nach Alterswil. Seine Bedeutung wird verschieden ausgelegt (Findling, Grenzstein der ehemaligen Gerichte Bern und Signau, Sage von Scheintoten). Nach Brauch hielten hier die vorüberziehenden Leichenzüge zu einem Gebet, heute hat der Stein aber durch das Verschwinden der Leichenzüge an Bedeutung verloren.

Aus der Geschichte
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